Salud & Bienestar

Wie erstellt man eine geeignete Schlafroutine für die jeweilige Entwicklungsphase?

Niña tumbada leyendo

Wir wissen, dass der Schlaf deines Babys (und deiner!) eine echte Herausforderung sein kann. Eine passende Schlafroutine zu entwickeln, ist entscheidend, damit sowohl dein kleiner Schatz als auch du gut schlafen könnt. Wenn dein Baby wächst, verändern sich seine Schlafbedürfnisse. Deshalb ist es wichtig, die Routine entsprechend anzupassen.

 

Tipps zum Aufbau einer Schlafroutine.

Wir möchten euch dabei helfen, eure Schlafroutine ganz einfach zu gestalten. Hier findet ihr einige Empfehlungen nach Alter. 

0–3 Monate

In den ersten Monaten schlafen Babys viele Stunden am Tag, zwischen 14 und 17 Stunden, allerdings sehr unregelmäßig. Sie wachen häufig auf, weil sie essen müssen oder sich einfach unwohl fühlen. Auch wenn eine strenge Schlafroutine noch nicht möglich ist, kannst du bereits einige Unterschiede zwischen Tag und Nacht schaffen.

Tipps:

  • Achte tagsüber darauf, dass die Wohnung gut beleuchtet ist und etwas Aktivität herrscht, damit sich dein Baby an diese Umgebung gewöhnt. Nachts solltest du dagegen die Beleuchtung dimmen und eine ruhigere Atmosphäre schaffen. So versteht es, dass es Zeit zum Schlafen ist.
  • Führe ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen ein, zum Beispiel ein warmes Bad oder leise Musik. Diese kleinen Signale helfen deinem Baby, sich zu entspannen.
  • Mach dir keine Sorgen, wenn dein Baby nicht durchschläft. Mit der Zeit werden sich seine Schlafzyklen regulieren.

 

4–12 Monate

Ab dem 4. Monat entwickelt dein Baby ein vorhersehbareres Schlafmuster. Das ist ein guter Zeitpunkt, um an einer strukturierteren Schlafroutine zu arbeiten. In diesem Alter schlafen Babys außerdem zwischen 12 und 16 Stunden.

Tipps:

  • Lege feste Zeiten für die Nickerchen und das Zubettgehen am Abend fest. Regelmäßigkeit ist entscheidend, damit sich der Körper daran gewöhnt.
  • Führe vor dem Zubettgehen eine ruhige Routine ein. Dazu kann gehören, deinem Baby eine Geschichte vorzulesen, es sanft zu massieren oder ihm ein Lied vorzusingen.
  • Achte darauf, dass dein Baby in seiner Wiege einschläft und nicht in deinen Armen, damit es lernt, selbstständig einzuschlafen. So weiß es auch beim nächtlichen Aufwachen, wie es ohne Hilfe wieder einschlafen kann.

 

1–3 Jahre

In dieser Phase braucht dein Kind zwischen 11 und 14 Stunden Schlaf. Jetzt kann es beginnen, sich gegen das Zubettgehen zu wehren, weil es sich seiner Umgebung bewusster ist und mehr Energie zum Spielen hat. Mach dir keine Sorgen, wenn auch nächtliches Aufwachen auftritt.

Tipps:

  • Halte dich an eine vorhersehbare Schlafroutine. In diesem Alter fühlen sich Kinder mit festen Abläufen sicherer. Deshalb solltest du jeden Abend vor dem Schlafengehen dieselben Aktivitäten durchführen, zum Beispiel eine Geschichte vorlesen.
  • Vermeide Bildschirme (Handys, Tablets oder Fernseher) mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Das Licht von Bildschirmen kann das Einschlafen erschweren.
  • Setze klare Grenzen, zum Beispiel dafür, wie lange dein Kind wach bleiben darf, wie viele Geschichten du ihm vorliest oder wie viel Zeit es vor einem Bildschirm verbringen darf.

 

3–5 Jahre

Während dein Kind wächst, braucht es weiterhin zwischen 10 und 13 Stunden Schlaf pro Tag. In dieser Phase können neue Herausforderungen auftreten, zum Beispiel Angst vor der Dunkelheit oder realistischere Träume.

Tipps:

  • Halte eine regelmäßige Schlafroutine ein, mit Aktivitäten, die dein Kind vor dem Schlafengehen entspannen, zum Beispiel gemeinsam zu lesen oder ihm zu erzählen, wie dein Tag war. Das hilft ihm, vor dem Einschlafen den Kopf freizubekommen.
  • Wenn dein Kind Angst vor der Dunkelheit hat, können ein gedämpftes Licht oder das Lieblingskuscheltier ihm Sicherheit geben, um allein einzuschlafen.
  • Wenn es nachts verängstigt aufwacht, versuche, es mit sanften Worten zu beruhigen, aber vermeide es, es in dein Bett zu holen, damit keine Gewohnheit entsteht, die schwer wieder abzulegen ist.

 

 Mit Liebe und Geduld …

Eine Schlafroutine für dein Baby oder Kind zu entwickeln, braucht Zeit und Ruhe. Wenn du jedoch konsequent bleibst, wirst du die Ergebnisse sehen. Jede Entwicklungsphase bringt neue Herausforderungen mit sich. Am wichtigsten ist es jedoch, flexibel zu bleiben und eine Struktur beizubehalten, die deinem kleinen Schatz hilft, sich zu entspannen und besser zu schlafen. Denk daran: Auch du musst dich ausruhen, um jeden Tag zu 100 % fit zu sein!

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